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Wird ZARA jetzt nachhaltig?

Das spanische Modelabel ZARA ist nicht gerade dafür bekannt, seine Mode nachhaltig und fair zu produzieren. Ganz im Gegenteil. Wie kaum ein anderes Unternehmen bringt es die neuesten Trends der Laufstege in Nullkommanichts in die eigenen Läden. Für Nachhaltigkeit schien dabei bislang kein Platz zu sein. Doch das soll sich nun ändern. ZARA hat 'Join Life - Sustainable Fashion', seine erste nachhaltige Kollektion, auf den Markt gebracht.

Dass ökologisch und fair produzierte Mode ein immer wichtigeres Thema wird, haben auch die Fast-Fashion-Giganten erkannt und sind längst auf diesen Zug aufgesprungen. H&M launchte bereits vor 11 Jahren seine erste Conscious Collection. Nun zieht auch die spanische Modekette nach. Die Linie Join Life umfasst 23 Teile, die aus Materialien wie Organic Cotton, recycelter Wolle und Tencel gefertig wurden.

 

Doch wie nachhaltig und ethisch korrekt kann das sein?

 

Schließlich reden wir hier immer noch von Massenanfertigungen, die mehrmals in der Woche in den Stores eintreffen, was wohl nicht mit besseren Arbeitsbedingungen für die Näher*innen einhergehen dürfte. Gerade weil der überwiegende Teil der verkauften Waren nunmal nicht nachhaltig hergestellt wird. Was das Unternehmen jedoch damit verspricht, ist ein verantwortungsvollerer Umgang mit der eigenen Müllproduktion. Ein erster kleiner Schritt. Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle bleiben, dass ZARA Mitglied der Initiative ‘Detox Commitment’ von Greenpeace ist. Damit hat sich das Inditex-Unternehmen verpflichtet, alle für Mensch und Umwelt schädlichen Chemikalien aus der Produktionskette bis spätestens 2020 zu elimineren. Eine wichtige Maßnahme.

ZARA bewegt sich demnach mit ersten zaghaften Schritten in die richtige Richtung. Aber es bleibt noch viel zu tun.

 

Bild im Header via ZARA

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Was haltet ihr von ZARAs erster nachhaltiger Linie?