SVILU Faire Mode

Welche Top Designer setzen auf Faire Mode

Es gibt immer mehr Labels, die verantwortungsbewusst produzieren wollen.

Hier werden Designer vorgestellt die nachhaltig handeln und ihren ökologischen Fußabdruck auf der Erde verkleinern wollen. Auch die Arbeitsbedingungen der Näher sollen verbessert werden, die Verarbeitung von Kleidung darf nicht mehr so umweltbelastend sein, alternative Textilien werden gesucht, um die Umwelt nicht nur zu schonen, sondern auch zu erhalten.

 

Stella McCartney Faire Mode
Stella McCartney – by Style.com

Stella McCartney bemüht sich schon lange, ihr Label möglichst nachhaltig zu gestalten. Sie ist mit das größte und bekannteste Label, das sich um den Umweltschutz bemüht. Zum Beispiel achtet sie schon bei ihren Designs darauf, dass sie Farben verwendet, die nicht allzu chemisch hergestellt werden müssen. Ihre Büros und Geschäfte beziehen ihre Elektrizität von Windmühlen. Das Label findet neue Materialien, die anstelle von Leder verwendet werden können. Stella McCartney verwendet weder Leder, noch Pelz in ihren Kollektionen, da die Verarbeitung der Materialien sehr umweltbelastend ist. Mit immer mehr kleinen Schritten geht das Label den richtigen Weg.

 

Dabei orientiert es sich auch an der Initiative „Clean By Design“, die von der Natural Resources Defense Council (NRDC) in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Vogue und der Council of Fashion Designers of America (CFDA) ins Leben gerufen wurde. Sie hilft Designern dabei, die Produktionskette ihrer Kleidung besser zu verstehen und nachzuvollziehen, sodass sie gewissenhafter entscheiden können, wie und was sie produzieren wollen. Dafür wurde ein Plan erstellt, auf dem zehn Punkte vermerkt sind, an denen die Designer sich orientieren können. Für ihre aktuelle Sommerkollektion hat sie weit geschnittene Kleider und Hosen in hellen Tönen wie beige und nude kreiert. Durch Cut-outs wurden Muster in die Stoffe geschnitten.

 

Auch Diane von Fürstenberg, die seit 2006 Präsidentin der CFDA ist,  hat dazu beigetragen, dass „Clean By Design“ von anderen Designern beachtet wird, da sie die Initiative mit ins Leben gerufen hat. In einem Video sagt sie: „Ich glaube, NRDC ist so wertvoll, weil sie uns mit Clean By Design Richtlinien geben, an die wir uns als Designer halten können.“ Natürlich ist es freiwillig, sich an die Richtlinien zu halten, aber ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist es allemal, da Modedesigner auch erst einmal darauf aufmerksam gemacht werden müssen, wie umweltschädigend die Kleidungsproduktion ist.

 

Westwood Fair Fashion
Vivienne Westwood – by Style.com

 

Vivienne Westwood, die sich bereits seit Jahrzehnten für Umweltschutz einsetzt und immer wieder an Initiativen teilnimmt oder sogar ins Leben ruft, wirbt schon immer mit dem Satz: „Kauft weniger, sucht es dafür bewusster aus und sorgt dafür, dass es lange hält.“ Die Designerin, die für ihre Punk Couture in den Siebzigern bekannt wurde, verwendet seit 2007 keinen Pelz mehr in ihren Kollektionen. Sie versucht auch, nur möglichst nachhaltige Textilien für ihre Mode zu verwenden. Die Wolle, die sie für ihre Kollektionen verwendet, wird immer nach Biorichtlinien und den höchsten Standards hergestellt. Ihr Modekonzern der die Labels Vivienne Westwood, Vivienne Westwood Red, eine Männerlinie und eine Brautmodenlinie umfasst, setzt zunehmend auf Öko und Nachhaltigkeit. In ihrer aktuellen Kollektion waren Models zu sehen, die Kleider mit dem großen Aufdruck „Climate Revolution“ trugen. Denn auch bei ihren Modenschauen versucht sie immer, ihre Zuschauer auf mehr als nur die Mode aufmerksam zu machen.

 

Acnestuios Fair Fashion
Acnestudios – by Style.com

 

Mitglied der Fair Wear Foundation (FWF) und somit guter und gerechter Arbeitgeber ist unter Anderem Acne Studios. Das schwedische Label, das für seine skandinavische Klarheit und avantgardistisch angehauchten Schnitte bekannt ist, sorgt dafür, dass die Macher ihrer Kleider in guten Arbeitsverhältnissen leben. Wichtige Punkte der Organisation sind Transparenz im Herstellungsprozess, die Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte und der Kontakt zu lokalen Interessenvertretern in den Herstellungsländern. Die Fair Wear Foundation arbeitet ganzheitlich und macht den Marken, die Mitglied der Stiftung sind, klar, dass sie sich darüber informieren müssen, wie die Kleider für ihre Kollektionen hergestellt werden. Denn noch immer gibt es große Unwissenheit unter Designern, wie schädigend die Kleiderproduktion für Mensch und Umwelt sein kann. In den Kleidern von Acne Studios steht allerdings Made in China, was vielleicht erst einmal stutzig macht. Der Kunde darf sich aber sicher sein, dass die Kleidung weder von Kinderhänden, noch in unzumutbaren Arbeitsumständen genäht wurde. In der aktuellen Sommerkollektion gibt es wieder jegliche Basics, einige Stoffe sind mit Obst oder auch Lippenstiften bedruckt. Ein knalliges Grün zieht sich durch die gesamte Kollektion.

 

Filippa K
Filippa K

Auch Filippa K ist Mitglied bei FWF. Die Vision von Filippa Knutsson and Patrik Kihlborg, die das Label Filippa K 1993 gegründet haben, wollen Mode herstellen, die durch Nachhaltigkeit wegweisend ist. Als Inspiration werden unser Ökosystem und die Grenzen unseres Planeten genannt, denn Filippa K will Teil der Lösung sein und nicht noch zum Problem beitragen. Die Marke macht Mode für die Ewigkeit. Schlicht und zeitlos ist sie für jede Saison geeignet. In der aktuellen Kollektion gibt es viel weiß und lockere Schnitte. Vermehrt sieht man Kimonos, weich fallende Kleider und Safarishorts. Die skandinavische Coolness haftet den Designs an. Die hochwertige Qualität macht die Kleidung beständig. Auch hier wird wieder auf die Qualität und Herstellung der verwendeten Textilien geachtet. Kunden von Filippa K können ihre kaputte Kleidung im Laden abgeben und reparieren lassen. Kleidung, die nicht mehr tragbar ist, wird ebenfalls gern angenommen, da sich Filippa K sogar um das Recycling seiner Kleidung kümmert oder sie spendet. Außerdem kann man sich in ausgesuchten Stores Kleidung für besondere Anlässe bis zu vier Tagen ausleihen. Dabei zahlt man einfach 20 Prozent des Ladenpreises und bringt die Kleider nach spätestens vier Tagen wieder zurück. Statt sich also einen Platzhalter für den  Kleiderschrank zu kaufen, der höchstens ein- bis zweimal getragen wird, leiht man sich einfach ein schönes Teil bei Filippa K aus. Leider gibt es diese Möglichkeit noch nicht in deutschen Geschäften, aber das Label verbessert auch dieses Konzept immer weiter.

 

SVILU Faire Mode
SVILU

 

Die beiden Amerikanerinnen Britt Cosgrove und Marina Polo haben 2013 ihr Label SVILU gegründet. Ihre Kollektionen werden komplett in den USA hergestellt. SVILU ist eine Marke, die nicht von Trends abhängig ist, sondern Kleidung für Frauen produziert, die ihren eigenen Stil haben. Die aktuelle Kollektion beinhaltet viele Kleider in kräftigen Farben, Lochmuster und Volants. Neben Biobaumwolle verwenden die Macherinnen Tencel, Cupro und Modal als Textilien. Alle drei sind pflanzliche Stoffe, die durch möglichst schonende Verfahren zu Textil verarbeitet werden. Außerdem sind ihre Kollektionen mit dem Öko-Tex Label und dem GOTS Label ausgezeichnet. Für den Kunden sind diese eine Garantie, dass die Kleidung nicht gesundheitsschädlich ist und auf möglichst schonendem Wege für die Umwelt hergestellt wurde.

 

Kowtow
Kowtow

Das letzte Label, das wir Euch vorstellen wollen, heißt Kowtow und kommt aus Australien. Kowtow verwendet für seine Kollektionen zu 100 Prozent reine Biobaumwolle und sorgt dafür, dass diese unter guten Arbeitsbedingungen gewonnen wird. Kowtow schreibt sich Fair Trade auf die Fahne, was für das Label heißt, dass ihre Arbeiter mehr Geld bekommen, als sie für ein Existenzminimum bräuchten, außerdem setzt es sich für Schul- und Krankenhausbau in gewissen Regionen ein und will die Armut in Dritte-Welt-Ländern dauerhaft bekämpfen. Die Baumwolle wird ausschließlich nachhaltig angebaut. Besonders schön ist es, dass Kowtow auch eine Basic-Linie anbietet, die sich Building Blocks nennt. So kann man seine T-Shirts von den Billigketten auch mal durch schöne, hochwertige Alternativen ersetzen. Kowtow arbeitet mit wenigen Farben, obwohl immer mal wieder ein Gelb oder Rot in den Kollektionen auftaucht. Auch die Muster sind dezent, sodass der cleane Gesamteindruck von Kowtow nie verloren geht. Die Schnitte sind meistens weiter und man sollte als Kunde bedenken, dass die Models auf den Fotos im Onlineshop meistens etwas größer sind als man selbst. Man kann ruhig eine Größe kleiner bestellen.

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