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Saubere Mode vs. Dreckige Mode

Der Greenpeace Detox-Report verrät, welche Marken Mode-Sünder sind

Wie genau unsere Kleidunge hergestellt wird, ist nur schwer nachzuvollziehen. Dass dabei jedoch eine Menge an Chemikalien mit im Spiel ist, ist überhaupt kein Geheimnis. Welche das speziell sind, wie viele davon in jedem Teil stecken und wo all diese Chemikalien am Ende landen, darüber wissen wir meist wenig bis gar nichts.

All diese Fakten allein in Erfahrung zu bringen, ist redlich schwer bis beinahe unmöglich. Aus diesem Grund veröffentlicht Greenpeace in regelmäßigen Abständen den Detox-Report. Im Rahmen dessen haben sich 19 Marken verpflichtet, bis 2020 eine giftfreie Textilproduktion bis zum fertigen Produkt zu gewährleisten und zudem darüber Aufschluss zu geben, wie es um die Veränderungen und Fortschritte bestellt ist.

Mittlerweile ist der dritte Detox-Report veröffentlicht, der zeigt, wie konsequent die einzelnen Modemarken an dem gemeinsamen Ziel arbeiten, wer schon gute Arbeit geleistet hat und wer definitiv noch nachziehen muss.

 

Dabei sind drei Kriterien von entscheidender Bedeutung:

  1. Wie intensiv arbeitet das Unternehmen am Detox-2020-Plan? Wird die Eliminierung von schädlichen Chemikalien ernsthaft verfolgt?
  2. Wie ist es um den Gebrauch von PFC bestellt? Bei PFC handelt es sich um umweltgefährdende Substanzen, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften, wie Imprägnierung und Stabilität, in vielen Textilien Verwendung finden.
  3. Wie transparent ist das Unternehmen? Werden alle Produktionsketten, Lieferwege etc. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht?

 

Der neueste Bericht macht deutlich:

Von den insgesamt 19 Marken liegen 3 über dem Durchschnitt und haben somit gute Chancen, ihr Ziel für 2020 zu erreichen. Zur „Fashion Avantgarde“ gehören:

fashion-avantgarde

Screenshot via detoxcatwalk

 

Der Großteil der Unternehmen – 12 an der Zahl – hat bei zwei der drei Kriterien noch erhebliches Verbesserungspotenzial. Sie sind „im Wandel“. Dazu gehören:

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im-wandel_2

Screenshots via detoxcatwalk

 

Bei 4 Marken ging es noch keinen Schritt weiter. Sie haben bislang weder für Chemikalien-bedingte Umweltverschmutzung Verantwortung übernommen, noch sind die Weichen für eine giftfreie Produktion in irgendeiner Form gestellt worden. Sie zählen zu der Kategorie „Fashion Faux-Pas“:

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Screenshot via detoxcatwalk

Noch immer gibt es viele Unternehmen, die keine Verantwortung für ihren schädlichen Weg übernehmen und keine glaubwürdige, individuelle Detox-Verpflichtung eingehen. Und das trotz der Tatsache, dass ihre Produkte nachweislich die Umwelt verschmutzen, wie wiederholte Greenpeace-Untersuchungen seit Oktober 2013 bezeugen. Während sich also der Textilsektor auf den Weg in eine giftfreie Zukunft macht, betrachten Armani, Bestseller, Diesel, D&G, GAP, Hermes, LVMH Group/Christian Dior Couture, Metersbonwe, PVH, VAncl und Versace das Problem nach wie vor nicht mit der Ernsthaftigkeit, die es verdient.

Zitat & Headerbild via detoxcatwalk

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Was sagt ihr dazu, dass sich nach wie vor so viele Unternehmen aus der Verantwortung ziehen?