Fair Fashion

Oma Klara – Vintage-Schätze zum Verlieben

Modetrends wiederholen sich immer wieder. Es gibt dabei alte Kleider, die plötzlich wieder genau den Zahn der Zeit treffen. Doch wo kann man sie finden. Oma Klara bietet die Antwort dafür.

Oma Klara ist mehr als ein Vintage Shop, der online schöne Second Hand Kleider der 50er bis 90er Jahre verkauft. Der Shop ist ein Herzensprojekt, das einen generationenübergreifenden Austausch ermöglicht, ein Unternehmen, das der Wegwerfgesellschaft mit langlebiger Mode Alternativen zur Fast Fashion bietet und Müll vermeidet, und auch irgendwie ein soziales Projekt, das Menschen zusammenbringt und deren kleine Geschichten sammelt und weitererzählt.

Klingt großartig? Ist es auch!

 

Faire Mode

 

Hinter Oma Klara stecken der Kopf und das Herz der 33-jährigen Mona Schütt, die bereits seit ihrer Jugend ein Faible für alte Schnitte und Liebhaberstücke hat. 2014 hängte sie ihren Job als Beamtin an den Nagel, um sich künftig auf den Dachböden älterer Damen dem Aufspüren von Vintage Kleiderschätzen zu widmen und diese dann zu verkaufen. Sie fand es Schade, dass all diese Stücke meist ungetragen und vergessen in Schränken und Koffern liegen. So rief sie schließlich mittels Aushängen und Flyern alte Damen dazu auf, „ihre Kleiderschätze in gute Hände abzugeben“. Der Aufruf brachte große Resonanz und der Stein kam schnell ins Rollen.

 

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Mona besucht die Seniorinnen, sieht sich deren Schätze an, hört sich die Geschichten dazu an und schreibt sie nieder. Viele Omas sind positiv überrascht, dass sich die junge Generation für ihre über Jahre gehüteten Schätze interessiert und freuen sich, dass diese nicht früher oder später im Altkleidercontainer landen, sondern ein zweites Leben als cooles Vintage-Stück eingehaucht bekommen. Mona trifft eine Auswahl und kümmert sich dann um Kleider, Röcke, Hosen, Pullover, Schuhe, Mäntel, Jacken, Blusen, Handtaschen und Schmuck. Sie reinigt und repariert gegebenenfalls und stellt die Sachen dann online zum Verkauf. Die Vorbesitzerinnen werden mit 20% am Erlös beteiligt.

 

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Als Zuckerl bekommen die Käuferinnen die Geschichte des guten Stücks dazu. Wann wurde es zu welchem Anlass von wem getragen? Manchmal gibt es sogar noch ein Foto von damals dazu. Und um die Sache abzurunden, erfahren die ehemaligen Besitzerinnen manchmal auch noch Details aus dem neuen Leben ihrer Kleider. Kontakt, Sichtung, Reinigung, Ausbessern, Fotos machen, ins Netz stellen, Bestellungen bearbeiten, Geschichten aufschreiben, Versand, Büroarbeit – all das wuppte Mona bisher mit ein bisschen Hilfe von Freunden im Ein-Frau-Betrieb von ihrer Privatwohnung aus, die auch als Lager dient.

 

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Durch einige Artikel in diversen Zeitschriften, Interviews und Mund-zu-Mund-Propaganda ist Oma Klara jedoch inzwischen sehr beliebt, sowohl bei den Omas, die ihre schönen Kleider hergeben möchten, als auch bei potentiellen Käuferinnen. Oma Klara ist zweifellos eine feine Sache, die nicht nur vielen alten und jungen Menschen Freude bringt, sondern auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und als Gegenbewegung zur Fast Fashion Industrie leistet. Unterstützt die Crowdfunding Kampagne von Oma Klar hier!

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  • Bina Nöhr

    Das sind wirklich tolle Vintage-Schätze!
    Liebst, Bina
    stryleTZ

    • Thank That

      Oh ja, das finden wir auch. Wenn Kleidungsstücke nicht nur schön sind, sondern auch noch eine Geschichte transportieren, ist das einfach großartig!