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3 Mythen über nachhaltige Mode, mit denen wir aufräumen

Wenn es um ein grüneres Leben geht, ist einer der größten verbreiteten Irrglauben, dass man dafür vor allem zwei kostbare Dinge braucht: Viel Zeit und viel Geld! Zwei Luxusgüter, über die viele von uns nicht gerade im Überfluss verfügen. Typischer Fall: Die Kleidung, die wir tragen. Fast Fashion ist ebenso wie Fast Food vor allem eins, schnell und billig. Doch die anfängliche Euphorie über ein vermeintlich günstiges Schnäppchen ist schnell verflogen, wenn die Klamotte Farbe und Form verloren hat. Zurück bleibt der fade und unbefriedigende Nachgeschmack der “Einwegkleidung”. Leider ist ein Großteil der Bevölkerung nach wie vor der Meinung, ethisch korrekte und nachhaltig produzierte Kleidung sei zu teuer und der Aufwand zu groß. Die gute Nachricht ist, dass dies nicht stimmt. Wir haben mit 3 Mythen über nachhaltige Mode aufgeräumt!

 

1. Nachhaltige Mode ist hässlich

Wer grüne Mode immer noch mit “Leinensäcken” und Birkenstocks assoziiert, der lebt vermutlich hinterm Mond. Heutzutage ist es leichter denn je, nachhaltige Mode zu finden, die ebenso chic ist wie ihre konventionellen Pendants. Du suchst nach Basics? Dann schau mal bei Funktionsschnitt vorbei. Noch nicht die perfekte Jeans gefunden? Bei MUD wirst Du bestimmt fündig. Du bist ein Fan von skandinavischem Minimalismus? Dann haben die Mädels von Jan ‘ n June genau das Richtige für dich. Tolle Sneakers wiederum findest du bei Veja.

Nachhaltigkeit ist eine Frage der Ideologie, nicht der Ästhetik. Gestärkt durch die zunehmende Vielfalt der nachhaltig produzierten Textilien und Fasern, steht auch bei ethischen Labels das Design absolut im Fokus.

 

2. Nachhaltige Mode ist teuer

Vor ein paar Jahren mag diese Aussage noch der Wahrheit entsprochen haben, als Eco-Fashion noch in den Kinderschuhen steckte. Doch durch die explosionsartige Zunahme an verantwortungsvollen Marken, gekoppelt mit diversen Online-Geschäftsmodellen sind auch die Preise wettbewerbsfähiger geworden.

Klar, womöglich wird nachhaltige Mode niemals mit den Niedrigpreisen der High-Street-Ketten konkurrieren können. Was man dabei aber auf keinen Fall vergessen darf, ist, dass diese Unternehmen ihre Kleidung nur deshalb so günstig anbieten können, weil sie auf Kosten der Menschen hergestellt werden, die sie tagtäglich nähen. Fragen nach existenzsichernden Löhnen, Arbeitssicherheit und der Verantwortung gegenüber der Umwelt werden dabei schlichtweg ignoriert.

 

3. Nachhaltige Mode ist keine Designer-Mode

Auch die Luxusindustrie wird langsam aber sicher warm mit dem Thema Nachhaltigkeit. Von Stella McCartney (die in ihren Kollektionen komplett auf Pelz und Leder verzichtet) über Vivienne Westwood bis zu Valentino ist Ethik längst kein Schlagwort mehr, sondern eine (Lebens)Einstellung.

PPR Group, der internationale Mode- und Accessoire-Konzern, mit Anhängern wie Alexander McQueen und Gucci, änderte gar seinen Namen in Kering in Anlehnung an “Caring” (engl. fürsorglich), um der neuen, “fürsorglichen” Ausrichtung des Unternehmens ein Zeichen zu setzen.

Sogar Chanel hat eine “grüne” Kollektion für den Frühling 2016 auf den Markt gebracht. Und seinen wir mal ehrlich, es gibt nirgendwo mehr Couture als bei Chanel.

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